Finanzielle Aspekte
Nicht jeder hat das Geld um sich eine Mietwohnung zu leisten, welche gut und gerne einmal Fr. 15'000.- pro Jahr verschlingt. Für dieses Geld kann man eine alternative Wohnmöglichkeit organisieren, die an m2 einer Wohnung nicht nachsteht – mit dem markanten Unterschied, dass der Kaufpreis für diese Alternative im Vergleich zum jährlichen Mietzins einer Mietwohnung nur einmal bezahlt werden muss. Doch welche Alternativen hat man?

Diese Frage beschäftigt uns nun schon seit längerer Zeit, da wir nicht mehr gewillt sind, den Hauseigentümern unser hart erarbeitetes Geld einfach so zu überlassen. Und wir sind auf verschiedene Lösungsansätze gestossen. Jeder, der sich mit dem Entschluss beschäftigt, aus dem konventionellen Rahmen auszusteigen, findet eine andere Lösung und somit lässt sich pauschal keine Aussage machen, was richtig ist und was falsch.
Immer weniger Privatsphäre
Natürlich gibt es nicht nur den finanziellen Aspekt, der einem dazu bringt die bestehenden Muster und Lebensweisen neu zu überdenken. Auch soziale Komponenten können eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Es ist heute keine Seltenheit mehr, dass man sich als Individuum aufgrund der immer komplexeren Wohnverhältnisse in den Mietwohnungen der Wohnblocks und Mehrfamilienhäuser nicht mehr wohl fühlt im ganzen Gefüge. Man findet keine Entspannung mehr und es fällt einem schwer, sich zu erholen.

Vielfach wird man dazu gezwungen mit verschiedensten Menschen auf relativ engem Raum zusammen zu leben. Dadurch ergibt sich logischerweise die Tatsache, dass auch immer mehr öffentliche Infrastrukturen geteilt werden müssen. Dieser Umstand an sich stellt ja noch kein Problem dar, doch wenn alle durch die üblichen Arbeits- und Freizeitszyklen zum selben Zeitpunkt von ihrer Freiheit und somit auch von den gemeinsam genutzten Infrastrukturen Gebrauch machen wollen, dann können sich daraus jedoch sehr schnell Probleme für den Einzelnen ergeben. Wer sich diesem Gefüge nicht unterordnen will, wird als nicht anpassungsfähig bezeichnet. Die allgegenwärtige Übermacht der unzähligen und undurchschaubaren Gesetze berauben uns unserer persönlichen Freiheit zusätzlich. Dies kann soweit führen, dass man sich als Individuum in der Gesellschaft nicht mehr frei bewegen kann. Um in diesem krank machenden und depressiv wirkenden System nicht unterzugehen, kann man sich dann für unsäglich hohe Kosten bei einem Psychiater auf die Bank legen. Oder man entscheidet sich dafür, seine Verantwortung selber in die Hand zu nehmen.
Sein Leben wieder selber in die Hand nehmen
Eigeninitiative zu ergreifen ist heute leider schon fast ein Fremdwort - sofern wir davon ausgehen, dass diese Eigeninitiative nicht darauf ausgelegt ist für die Wirtschaft zu denken, sondern auf einen natürlichen Lebensstil abzielt. Genau da schliesst sich der Kreis wieder. Denn es ist einfacher sich auf das was wirklich zählt zu konzentrieren, wenn man nicht ständig in dieser Spirale gefangen bleibt, welche einem dazu zwingt morgens früh zur Arbeit zu gehen, am Abend nach Hause zu kommen und dann noch den sozialen Verpflichtungen der üblichen oberflächlichen Gesellschaft nach zu kommen.

Je mehr man damit beginnt, eigene Entscheidungen zu fällen und je mehr man auch selber bestimmen kann, wann, wie und wo man jemandem begegnen möchte, desto entspannter und tiefgreifender sind diese Begegnungen und man beginnt, sein Leben selber in die Hand zu nehmen. Man wird sein eigener "Herr und Meister" und öffnet sich automatisch für die "wichtigeren Dinge" im Leben. |